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Walter U. Krähenbühl
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Elektrosmog Drucken
Definition Elektrosmog
 
Unter der Bezeichnung „Elektrosmog“ versteht man die Belastung von Lebe­wesen durch niederenergetische elektromagnetische Felder, welche gesundheitsschädi­gende Konsequenzen nach sich ziehen können. Genannt werden in diesem Zusam­menhang immer wieder Leukämie bei Kindern sowie verschie­dene Krebsarten. Wo Stromleitungen und Elektrogeräte wie TV, Computer, Mobilfunk (extern Handy, UMTS, intern WirelessLAN und DECT-Schnurlostelefon), Mikro­welle (auch Beleuchtung: Fluoreszenzröhren und die propagierten Spar­lampen!) usw. betrieben werden, entstehen solche magnetische Felder. Je höher Spannung und Strom sind, umso dichter ist der sogenannte Elektrosmog. Selbst unter Putz verlegte Leitungen oder auch ein Verlängerungskabel erzeu­gen ein elektrisches Feld, bei Stromfluss ein magnetisches Feld.
 
Die elektrische Feldstärke als auch die Stärke der Magnetfelder verringert sich schon bei geringer Entfernung erheblich. Es ist noch umstritten, wann Elektro­smog schädlich ist. Die „mit­gelieferten“ Informationen beeinflussen auf jeden Fall die Funktion der Zellen, weil sie diese irritieren. Deshalb bezeichnet man sie und Elektrosmog allgemein als pathogen. Vor allem Schlafräume und Kinderzimmer sollen frei von Elektro­smog gehalten werden. Heute leben wir in einem so dichten Wellensalat von Funk, über Radio, Fernsehen, Radar und Mobilfunk und zunehmend hausge­machte Mikrowellen, dass wir ohne geeignete Schutzmass­nahmen, frü­her oder später dieser Belastung erliegen.
 
Die Zellen im menschlichen Organismus erzeugen körpereigene, messbare elektrische Ströme, z.B. Herzströme, die mit dem EKG, oder Gehirnströme, die mit dem EEG gemessen werden. Der Mensch ist ein elektromagnetisches We­sen - die Informationen werden durch elektromagnetische Wellen übertragen. Jede Art von Bewegung entsteht durch einen vom Nervensystem ausgehenden elektrischen Impuls. 
 
Energiesparlampen
 
Energiesparlampen emittieren stärkere, mehr und andere elektrische und mag­netische Felder als Glühbirnen, sowohl niederfrequente als auch hochfrequente. Deshalb steht für Wolfgang Maes, Baubiologe IBN / Journalist DJV, Baubiologie Maes, Neuss (in Wohnung + Gesundheit 9/07 - Nr. 124) nach vielen Messungen fest: Eine Energiesparlampe gehört nicht in Kopf- oder Körpernähe, nicht an den Schreib- oder auf den Nachttisch, ein guter Meter Mindestabstand sollte einge­halten werden.
 
Computerbildschirme gelten seit 15 Jahren als strahlungsarm, werden aus be­rechtigter gesundheitlicher Vorsorge aufwändig strahlenreduziert hergestellt, ganz anders die Energiesparlampe. Sie produziert in der Schreibtischlampe so viel oder noch mehr Elektrosmog als der 21-Zoll-Bildschirm daneben. Mehr Elektrosmog als PC-Normen erlauben. Die weltweit angewandte PC-Norm TCO setzt ihre Grenze für elektrische Felder in dem für Energiesparlampen typischen Frequenzbereich auf 2,5 Volt pro Meter. Das erreichen die meisten Sparleuchten und überbieten es sogar. Die in den Sparlampen integrierten elektronischen Vorschaltgeräte treiben die sonst übliche Nutzfrequenz von 50 Hertz auf einige zig Kilohertz hoch, in den Bereich von 20 bis 60 Kilohertz, also 20.000 bis 60.000 Hertz. Die Sparlampen-typische Frequenzumwandlung zieht neue und zusätzli­che Elektrosmogbelastungen nach sich, speziell in diesem höheren Kilohertz­bereich.
 
Das Bundesamt für Gesundheit veröffentlichte 2004 zur Beruhigung der Verbrau­cher, die Computernorm würde von den Sparlampen unterschritten und unter­mauert das mit eigenen Messreihen. Doch für diese von Osram und Philips un­terstützten Tests wurden Messgeräte und -methoden eingesetzt, die nicht TCO-­konform sind, was zu niedrigeren Ergebnissen führte. Wolfgang Maes überprüft die Strahlung von Sparlampen seit Jahren, auch für Verbraucherzeit­schriften wie Öko-Test oder K-Tipp und stellt mit den richtigen Messaufbauten nach wie vor fest, dass es die kleine Birne schafft, den grossen Monitor in Sachen Elektro­smog in den Schatten zu stellen.
 
Die Feldbelastung durch moderne Energiesparlampen wird schon lange kriti­siert. 1998 mahnte der Öko-Test zur Vorsicht: "Elektrosmog, bitte Abstand!" Und die Stiftung Warentest 2006: "Erst ab 1,5 Meter unterschritten alle geprüften Spar­lampen den TCO-Computerrichtwert." Deshalb: "In Steh-, Schreibtisch- oder Nacht­tischlampen sollte man sie nur nutzen, wenn ein grösserer Abstand ge­wahrt bleibt."
 
Starke elektromagnetische Oberwellen!
 
Ein spezielles Elektrosmogproblem sind Oberwellen. Glühlampen sind arm an Oberwellen, sie begnügen sich mit der sinusförmigen Grundfrequenz von 50 Hertz. Die elektronisch gesteuerte Energie­sparlampe zieht harte, steilflankige Frequenzen mit vielen Oberwellen nach sich, sowohl bei den niederfrequenten 50 Hertz des Stromnetzes als auch bei den höherfrequenten 20 bis 60 Kilohertz der Elektronik.
 
Wie diese Frequenzanhäufung biologisch verarbeitet wird, weiss niemand. All­gemein geht man davon aus: Je stärker die Feldintensität, je höher die Frequenz und je mehr Oberwellen, desto grösser das biologische Risiko. Alle drei elektro­magnetischen Negativpunkte sind bei der Energiesparlampe zu finden, bei der Glühbirne dagegen nicht.
 
Nervende Flimmerfrequenzen
 
Glühbirnen funktionieren mit der Netzfrequenz von 50 Hertz. Dadurch entsteht kein Flackern, das Licht bleibt gleichmässig, kontinuierlich, natürlich, weil der Glühfaden in der gleichnamigen Birne zu träge ist, um auf die Netzfrequenz zu reagieren, eine Zeit nachglüht und Flackern deshalb ausschliesst. Anders bei den nach Leuchtstoffröhrenmanier gebauten Sparlampen: Der Leuchtstoff in der Röhre ist kein bisschen träge und geht der Frequenz entsprechend ständig an und aus, flackert, flimmert, taktet, pulst. So ähnlich wie ein Stroboskopblitz in der Disko. Diese nervigen periodischen Taktereien gibt es in der Natur nicht. Sie gel­ten als kritisch. Im medizinischen Lexikon Pschyrembel wurde Leuchtstoffröhren- und somit Energie­sparlampenlicht als "Stressfaktor" ausgewiesen.
 
Osram warnt bei der Haltung von Tieren: "Dieser Vorgang kann bei manchen Tierarten Unruhe bis zu vegetativen Nervenstörungen auslösen." Experten war­nen und Gesundheitsministerien stellen fest, dass Menschen, die zu Epilepsie neigen, "ähnliche Symptome wie bei einem Anfall" erleiden könnten. Auch des­halb hat man sich für die elektronischen Vorschaltgeräte entschieden, welche die Frequenz ja, wie erwähnt, hoch schieben in den Bereich einiger zehntausend Hertz und behauptet nun, es flimmere nicht mehr. Die Behauptung wird seit Jah­ren verbreitet, von den Medien, der Industrie, den Händlern, den Behörden und sogar Wissenschaftlern, die es wissen sollten, auch vom bereits erwähnten Bun­desamt für Gesundheit, von Verbraucherberatungen, Ökofachhändlern, selbst vom Öko-Test: "Mit der Einführung der heute standardmässigen elektronischen Vorschaltgeräte hat man den Energiesparlampen das Flackern ausgetrieben." Das stimmt aber nicht. Baubiologe und Diplom-Ingenieur Norbert Honisch hat es überprüft und bestätigt aktuell: Es flimmert immer noch und das nicht zu knapp, diesmal in der höheren Frequenz der von der Elektronik produzierten 20, 30, 40... Kilohertz und die niedrigere Frequenz des Stromnetzes sorgt für ein zusätz­liches Flimmern im 100-Hertz-Takt. Ein flackerndes Blitzlichtgewitter, doppelte Portion von nieder- und höherfrequen­ten Lichttakten.
Was stimmt ist, dass die höherfrequente Flimmerei vom Auge nicht mehr wahr­genommen werden kann, weil das Auge so schnelle Abläufe nicht mehr auflöst. Das heisst aber noch lange nicht, dass die Flimmerei nicht mehr da ist und dass sie biologisch nicht irritiert, wie auch immer, vielleicht noch schlimmer.
 
Schwindel, Schwäche, Probleme
 
Nach unserer Erfahrung dürften die im Einfluss von Sparlampen und anderen Leuchtstoffröhren häufiger beschriebenen Beschwerden sich dominierend auf diese Flimmerfrequenzen beziehen. Manche Menschen leiden unter Kopfdruck, Schwindel, Unwohlsein, Schwäche, Übelkeit, Zittern, Nervosität, Angst, Kälte­gefühl, neurologischen Störungen, Symptomen wie bei Unterzuckerung und an­deren unheilvollen Problemen. Nimmt man im Experiment die Flimmerfrequenz weg, z.B. durch ein Gleichstrom-Vorschaltgerät (was technisch nur bei den gros­sen Röhren funktioniert), lassen die Beschwerden nach. Dafür spricht ebenfalls, dass die Probleme auch bei grösserem Abstand zu den Leuchtstoffröhrensyste­men auftreten, z. B. wenn sie an Zimmerdecken montiert sind oder noch weiter weg in hohen Hotelfoyers, Hallen oder Kaufhäusern. In einem solchen Abstand gibt es aber keinen Elektrosmog mehr, denn der ist bei den Sparleuchten räum­lich auf unter etwa einen Meter begrenzt, bei den grossen Röhren auf etwa zwei, darüber hinaus gibt es nur noch das Flimmern, das den ganzen beleuchteten Raum erfasst. Kommen mehrere Faktoren zusammen, Feldbelastung durch die nahe Nähe zur Leuchte, plus Flimmerfrequenz, plus schlechtes Lichtspektrum scheinen die Negativreaktionen besonders ausgeprägt zu sein. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich und die Elektrosensiblen zeigen sich besonders betrof­fen.
 
Schlechtes naturfremdes Licht
 
Das Lichtspektrum, die Verteilung der einzelnen Farbanteile, ist bei den Mini­leuchtstoffröhren, den Sparlampen mies, mieser als bei allen anderen künstli­chen Beleuchtungen. Das beste Licht ist Tageslicht. Glüh- und Halogenlampe sind in Sachen Spektralverteilung des Lichtes ausgewogen und naturnah, nei­gen dabei etwas zum Rotanteil wie bei der Morgen- oder Abendsonne, was ihnen die gewisse Wärme und Gemütlichkeit verleiht. Die ins Gerede geratene Sparlampe schneidet, wie ihr grosser Bruder, die Leuchtstoffröhre, vergleichs­weise schlecht ab, ist ihr Lichtspektrum doch sehr inhomogen und besonders naturfremd, zerrt sie bestimmte Farbanteile, meist lediglich zwei, steilflankig in den Vordergrund und vernachlässigt dafür die anderen, die zu einem harmoni­schen, gesunden Licht gehören. Erste Wissenschaftler und Mediziner machen die schlechte, un­ausgewogene Lichtzusammensetzung für gesundheitliche Be­schwerden verantwortlich, von Kopfschmerz, Immunsuppression und Hormon­problemen bis hin zu Epilepsie-ähnlichen Attacken.
 
Giftiges Quecksilber
 
Jede Sparlampe enthält toxisches Quecksilber, im Schnitt etwa 5 Milligramm. Verharm­loser nennen das "Spuren". Quecksilber gehört zu den giftigsten und umweltbelastends­ten Schwermetallen, wirkt in Mensch und Tier als Nervengift. Wegen des Quecksilbers gehört der angeblich umweltfreundliche Strahler auf den Sondermüll. Da landet er aber in 90 Prozent aller Entsorgungsfälle nicht, sondern im Hausmüll (wo sonst) und von da aus auf der Deponie, im Boden, im Grundwasser und in die Luft.
 
Fazit von verschiedenen Seiten: die Energiesparlampe bringt‘s nicht!

Leserbrief von Dieter Aeppli aus Fällanden an das Schweizer Konsumenten­magazin K-Tipp? zum Thema "Sparlampe weg - Migräne weg" (5. Mai 2007)
 
"Sparlampen: Weg vom Kopf!"
Überschrift in dem Schweizer Konsumentenmagazin ‚K-Tipp? (Nr. 7, 11. April 2007)
 
"Die Energiesparlampe ist nicht die Lösung. Viele Menschen wissen aus Erfahrung: In Kopfnähe verursachen sie Kopfdruck, Kopfschmerz, Schwindel, inneres Vibrieren, Konzentrationsschwierigkeiten, Augenprobleme..."
Schweizer Bürgerwelle im Internet (März 2007)
 
 

Weitere Informationen zum Thema Elektrosmog finden Sie unter folgendem Link: Elektrosmog

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 28. Dezember 2010 um 15:56 Uhr